header-jugend_rot.jpg

Newsletter





Follow us...

 
 




SJSH-FWD170




AK Kinderschutz Zertifizierung150Auf der Abschlussveranstaltung zum Modellprojekt „Aktiver Kinderschutz im Sport" wurde die TSV Reinbek am 8. April mit einem Zertifikat für die erfolgreiche Qualifizierung ausgezeichnet. Susanne Günther, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein überreichte gemeinsam mit Angelika Sydow, Referentin für Kinderschutz im Sozialministerium und Steffi Schwarz, stellvertretende Vorsitzende der Sportjugend Schleswig-Holstein, das Zertifikat an den Kinderschutzbeauftragten Martin Bokeloh und Norbert Schlachtberger, den Vorstandsvorsitzenden des Vereins.

AK Kinderschutz Zertifizierung GruppenbildIn seinen Begrüßungsworten betonte der 1. Vorsitzende, wie sehr ihm das Thema am Herzen läge. Kinder sollten sich im Verein gut aufgehoben fühlen und er sei stolz, wie weit der Verein in dem Themenbereich Kinderschutz innerhalb so kurzer Zeit gekommen sei. „Wir möchten, dass Eltern ihre Kinder bei uns guten Gewissens abgeben", so Schlachtberger.

Unsicherheiten abbauen, Handlungssicherheit schaffen – das war das Ziel des Projektes des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Sportjugend Schleswig-Holstein, an dem insgesamt 7 Vereine teilgenommen haben. Gefördert wurde das Projekt vom Sozialministerium.

Foto: Susanne Günther, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, Martin Bokeloh, Angelika Sydow, Norbert Schlachtberger und Steffi Schwarz

Angelika Sydow, Referentin für Kinderschutz im Sozialministerium, überbrachte die Grußworte der Landesregierung. Sport sei ein wichtiger Teil der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Sie sollten diese Freizeitbeschäftigung ohne Angst ohne Bedrängnis ausüben können. Ziel der Maßnahme sei gewesen, dass die Förderung des Kindswohls zum Vereinsziel wird, Instrumente verankert und Regeln beachtet würden. Dies schütze nicht zuletzt auch die Erwachsenen vor falschen Verdächtigungen. „Wir bedanken uns für die große Bereitschaft im Reinbeker TSV und den bisher beteiligten Sportvereinen, die dazu beitragen, dass dies gelingt", erklärte Sydow.

 

AK Kinderschutz Zertifizierung AmpelprojektDas Modell-Projekt sei am Beispiel der TSV Reinbek erfolgreich durchgeführt worden. Es umfasste drei Qualifizierungsmaßnahmen, die den Verein als Ganzes beteiligten. Zusammen mit Vorstand und Geschäftsführung, sowie Übungsleitungen, aber auch den Kindern und Jugendlichen des Vereins wurden Handlungsrichtlinien und Präventionsstrategien entwickelt, die Unsicherheiten abbauen und Orientierungshilfe geben sollen. Präventionsarbeit werde so lebendig und nicht nur auf Landes- sondern auch auf Bundesebene positiv gewürdigt.

„Sexueller Missbrauch ist ein sensibles Thema – auch in Sportvereinen. Jedes einzelne Zertifikat, das wir überreichen können, ist deshalb ein wichtiger Schritt zu mehr aktivem Schutz für unsere Kinder", erklärte Susanne Günther, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, und bedankte sich bei alle Beteiligten. Es zeige, dass es gelingt, immer mehr Sportvereine für das Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sensibilisieren. Die Angst sei groß, sich falsch zu verhalten, wenn der Verdacht sexuellen Missbrauchs aufkommt. Gleichwohl sei schnelles und vor allem sicheres Handeln gefragt. Das Projekt habe dazu beigetragen, Angst abzubauen über das Thema zu sprechen. „Davon können auch andere Vereine profitieren, da auch dort Hemmschwellen abgebaut werden und das Thema auf die Tagesordnung und ins Bewusstsein gerückt ist. Vereine müssen dies weiterhin selbstständig auf die eigene Agenda setzen", so Günther.

Foto: Svea Bokeloh und Merle Reetz stellen das Ampel-Projekt der Kinder und Jugendlichen vor.

AK Kinderschutz Zertifizierung BallettvorführungSteffi Schwarz, stellv. Vorsitzende der Sportjugend Schleswig-Holstein, beglückwünschte die TSV Reinbek. Der Verein habe das Modell perfekt umgesetzt und gezeigt, dass Kinderschutz nicht von oben verordnet werden kann. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Entwicklung eines Präventionskonzeptes sei der Sportjugend dabei besonders wichtig. Dies sei der TSV in hervorragender Weise gelungen. „Die Sportvereine und -verbände in Schleswig-Holstein übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Sie engagieren sich aktiv im Kinderschutz und verbessern durch eine „Kultur des Hinsehens" den Schutz der Kinder und Jugendlichen", erklärte Schwarz. Zudem verwies sie darauf, dass dieses Modellprojekt ein wichtiger Baustein in ihrem Maßnahmenpaket zur weiteren Verbesserung des Kinderschutzes in den 2.700 Sportvereinen und -verbänden des Landes sei.

Foto: Eine Vorführung der Ballettmädchen sowie eine Videoeinspielung (10 MB) lockern die Veranstaltung auf. 

 


Oben erwähnter Fernsehbericht aus dem ARD Morgenmagazin in größerer Auflösung (43 MB)