Die TSV Reinbek startet die Kampagne „Defi´s für Reinbek“, um die Versorgung der Reinbekerinnen und Reinbeker mit Defibrillatoren zu verbessern.

Hierzu möchten die Abteilungen Rehabilitation, Freizeit Fitness und Gesundheitssport, die Seniorensportgruppen und unsere Tänzer alle Reinbeker Bürger mit zwei tollen Mega-Events, für unterschiedliche Altersgruppierungen, zu Spenden einladen.

Am 03.11.2018 wird in der Uwe Plog Halle ein Aerobic-Marathon stattfinden, für alle die sich auspowern und mit Spaß und Ausdauer die Kampagne unterstützen möchten. Im 45 Minutentakt werden durch geniale und engagierte Trainer verschiedenste Power-Kurse performt. Von Aerobic über Step, von Intervall bis zu Fatburner, über Power-Workout und Complete Body Workout zu Triple C (Cardio-Herz, Core-Mitte, Cool down-Entspannung) wird alles dabei sein. Schwitzen Sie mit für ein sicheres Reinbek!

Zur gleichen Zeit wird es für alle, denen es zu schnell, zu anstrengend oder schlicht aus gesundheitlichen Gründen nicht leistbar ist, in den TSV Sälen 1 bis 4 etwas ruhiger, aber nicht weniger anstrengend zu gehen. Das motivierte Trainerteam der TSV Reinbek wird beim Gesundheitstag Pilates und Yoga, Arthrose- und Osteoporosegymnastik, Faszienlockerung, Wirbelsäulengymnastik und Sitzgymnastik anbieten. Für jeden Geschmack und jeden Leistungsstand ist etwas dabei, auch um nur mal Reinzuschnuppern.

Für das leibliche Wohl während oder nach der Anstrengung sorgen viele freiwillige Helfer mit Kaffee, Wasser, Tee und selbstgebackenem Kuchen.

Warum das Engagement der TSV für Defibrillatoren und was sind diese „Defi´s“ überhaupt?

Defibrillatoren sind elektrische Hochspannungsgeräte, die in der Notfallmedizin eingesetzt werden. Sie werden zur Wiederbelebung nach einem Herzstillstand oder zur Beendigung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Mit einem, wenn nötig mehreren, Stromstößen, regen Defibrillatoren stillstehende Herzen wieder an zu schlagen, oder sie beenden Rhythmusstörungen des Herzschlags, wie beispielsweise Kammerflimmern. Die Stromstöße werden von außen über flache auf der Haut aufliegende Elektroden verabreicht.

Defibrillatoren sind aus dem heutigen Leben kaum mehr wegzudenken. In öffentlichen Einrichtungen wie Ämtern, Schulen und anderen sind sie zur Lebensrettung installiert. Sie sind zur Erstversorgung durch jede und jeden anwendbar und international verständlich, egal welche Muttersprache zu Grunde liegt. Jeder Ersthelfer wird einfach und verständlich durch die zu indizierenden Maßnahmen geleitet, um den Verunglückten bis zum Eintreffen der Notfallmediziner beizustehen. Der gesellschaftliche Bedarf für das Sicherheitsempfinden, nicht nur der sportlich-aktiven Reinbekerinnen und Reinbeker, ist sehr hoch. Die TSV Reinbek möchte dem Rechnung tragen und drei fest installierte und einen transportablen Defibrillator anschaffen, um die Sicherheit auf dem Sportgelände auch sichtbar darzustellen und, sollte es zu einem Unfall kommen, dafür Sorge zu tragen, dass ein Leben gerettet werden kann.

Die Defibrillatoren sind öffentlich zugänglich und werden im öffentlichen Register eingetragen, um die Versorgungslücken und Unterbesetzungen, die in Reinbek bestehen, zu schließen. Jeder kann im Register einsehen und sich informieren, wo im Notfall der nächstgelegene Defibrillator zu finden ist.

Die TSV Reinbek befindet sich im immensen Ausbau der Rehabilitationssportgruppen mit den Indikationen Herz, Orthopädie und Krebsnachsorge. Um dieser gesellschaftlichen Forderung nachzukommen, bedarf es eines transportablen Gerätes, welches für die Durchführung dieser Sportgruppen unerlässlich ist. Auch für die Ausrichtung in den Bereich der adipösen Kinder- und Jugendgruppen wird ein flexibel einsetzbares Gerät benötigt.

Sport und Bewegung tut nicht nur Kindern gut. Vor allem für ältere Personen ist es ein Lebenselixier für den Alltag, die Gesundheit und damit für die Teilhabe am sozialen Leben. Fast die Hälfte der Mitglieder in der TSV sind nahe oder in der zweiten Lebenshälfte. Sport ist hier nicht nur Bewegung, sondern vor allem Treffpunkt und Kommunikationsmittel. Der Anteil der Breitensportler, die in den Anlagen trainieren und sich bewegen liegt bei 95 %.

Auch in den Ausbildungen zur ersten Hilfe, egal ob für den Führerschein oder für die Trainerlizenzierung, sind Defibrillatoren als Ausbildungsstandard integriert und die Handhabung hat jeder schon einmal getestet.

Nicht nur Sportler benötigen unter Umständen bei Unfällen die Hilfe einer externen Herzwiederbelebung, auch diejenigen, die bei Sportevents, Turnieren und Wettkämpfen ihre Mannschaft oder ihren Sportler anfeuern. Es soll ja Zuschauer geben, die sich beim Fußball oder Basketball ziemlich aufregen. Da kann, wie beim Sport selber auch, ein medizinischer Notfall eintreten.

Der Schulsport der Grundschule Mühlenredder und des Gymnasiums Sachsenwald findet in der Uwe-Plog-Halle und im Paul-Luckow-Stadion statt.

Nur weil es Kinder und Jugendliche sind, heißt das nicht, dass diese Altersgruppe davor geschützt ist, Herzprobleme zu erleiden.

Auch bei schulischen Veranstaltungen auf dem Gelände, wie Bundesjugendspielen, oder beim Sportfest der TSV Reinbek sowie den Kreis- und Bundeswettkämpfen der einzelnen Abteilungen mit vielen Besuchern, keiner ist gefeit gegen eine Herzproblematik und benötigt schnelle Hilfe bei Eintritt eines Ernstfalles.

Viele öffentliche und andere Einrichtungen wie Ämter, große, ansässige Firmen, KiTa´s nutzen die öffentlichen Anlagen, um Sport zu betreiben – allein oder zusammen.

Empfehlung der Bundesärztekammer

Die gegenwärtige Anwendung von AEDs durch medizinische Laien basiert auf einer Empfehlung der Bundesärztekammer: „Empfehlung zur Defibrillation mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) durch Laien“. In ihrer Empfehlung spricht sich die Bundesärztekammer ausdrücklich für eine Frühdefibrillation durch Nichtärzte als ergänzende Behandlung im Rahmen der Reanimation aus. Diese Behandlung ersetzt jedoch nicht die Aufgaben des Rettungsdienstes, sondern verkürzt die Zeitspanne zwischen Auftreten des Kammerflimmerns und der Defibrillation durch den Rettungsdienst und erhöht dadurch die Überlebenswahrscheinlichkeit des Opfers. (Bundesärztekammer in: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 98, Heft 18, 4. Mai 2001, S. A 1211)

Deshalb rufen wir auf: macht Sport mit uns zusammen, spendet für euren Spaß, rettet Leben!

Da für diese Ausstattung mit Defi‘s mehrere tausend Euro benötigt werden verweisen wir bereits jetzt gerne auf das Spendenkonto der TSV, DE62 2135 2240 0020 0201 29, mit dem Stichwort „Defi’s für Reinbek“.