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Gruppenbild Lehrgang in Glinde
Ju-Jutsu 10.07.2024

Lehrgang in Glinde - Nah an der Realität

Schon seit vielen Jahren richtet der TSV Glinde einen Landestechniklehrgang aus, der außerhalb der gewohnten Mattenumgebung stattfindet. Die Teilnehmer trainieren in Zivil, so dass schon ein gewisser Bezug zur Wirklichkeit auf der Straße hergestellt werden kann.

Als Stammreferent ist auch unser Trainer Sigi wieder dabei gewesen. Etwas über 30 Teilnehmer sowohl aus dem Ju-Jutsu wie auch aus dem Jiu-Jitsu haben sich bei sommerlichen Temperaturen eingefunden. 

Aus leider sehr aktuellem Anlass hat sich Sigi das Thema „Attentate mit dem Messer“ als Lehrgangsinhalt für seinen Part vorgenommen.

Hintergrund war das jüngste Attentat in Mannheim, bei dem 5 Menschen verletzt und ein Polizeibeamter getötet worden ist. Zur Einstimmung auf dieses Thema wurde den Teilnehmern zunächst ein Video dieses Attentats gezeigt. Anhand dieses Videos wurde dann Sequenz für Sequenz analysiert und die einzelnen Phasen dieses Attentats besprochen und Möglichkeiten einer Verteidigung aufgezeigt.

Obwohl der Attentäter nicht wie ein geübter Messerstecher angegriffen und sich nur auf einen Angriffswinkel beschränkt hat, konnte er großen Schaden anrichten. Selbst nachdem er am Boden lag, konnte er noch weitere Menschen verletzen.

Aufgrund dieser Abläufe wurden dann Verteidigungsmöglichkeiten aufgezeigt und eifrig trainiert. Damit es nicht zu Verletzungen kommt, wurden Schaumstoffteile benutzt. Hierbei wurde versucht die beim Attentäter sichtbare starke Aggression ansatzweise nachzuempfinden, um die Angriffe entsprechend dynamisch vorzutragen. Schnell wurde deutlich, dass es doch einen großen Unterschied zwischen dem Training auf der Matte und der Realität gibt. Im Training geht es um das Einüben möglichst perfekter Techniken und der Partner greift natürlich nicht mit der Intensität und Wut eines Attentäters an.

Angriffe/Attentate mit dem Messer sind leider keine Seltenheit mehr. Auch in unserer näheren Umgebung hat sich im vergangenen Jahr ein derartiges Attentat ereignet. Im Zug in Brokstedt. Dort starben zwei Menschen und vier wurden verletzt.

Es ist daher durchaus sinnvoll sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Foto der Lehrgangsteilnehmer Glinde 2023
Ju-Jutsu 18.08.2023

Ju Jutsu Lehrgang in Glinde

Wieder dabei, bei dem Landestechniklehrgang in Glinde

Auch bei dem mittlerweile zur Tradition gewordenen Landeslehrgang des SHJJV in Glinde war unser Ju-Jutsu-Trainer Sigi als Referent dabei. Hier war dieses Mal nicht der Bereich des Techniktrainings aus dem Prüfungs/Lehrprogramms, sondern realistische Selbstverteidigung ,das Thema.

Die Teilnehmer sind daher auch nicht im üblichen Mattenoutfit , sondern in Zivil erschienen.

Wie auch in den Vorjahren wurde die Teilnehmergruppe aufgeteilt.  Eine Gruppe musste sich  mit dem Glinder Trainer Mark Harrer durch die Kellerräume „Durchkämpfen“.  Die andere Gruppe mit Sigi konnte die sommerlichen Temperaturen im Freien „genießen“.

Sigi legte zunächst Wert auf theoretische Grundlagen. Er hob hervor, dass die  beste Selbstverteidigungstechnik die ist, die man gar nicht anwenden muss.

Durch aufmerksames Beobachten des Umfeldes lassen sich schon häufig brenzlige Situationen vermeiden. Der „konzentrierte Blick aufs Handy und dann noch mit Stöpsel im Ohr sollte daher nach Möglichkeit vermieden werden. Wer nichts mitbekommt,  wird schneller zum Opfer als Jemand der sein Umfeld im Blick hat.

So wurden denn zunächst auch Situationen simuliert, die in der Realität vorkommen.

Ebenso wichtig war auch das Aufzeigen von bestimmten Techniken ,die man besser in einer realen Situation vermeiden sollte, wie z. B. hohe Tritte.

Da eine körperliche Auseinandersetzung immer eine Stresssituationen ist und somit die Wahrnehmung eingeschränkt ist  (Tunnelblick), wurde  auch mit den sogenannten Rauschbrillen trainiert. Mit diesen kann man eine Alkoholkonzentration bis 1,6 Promille simulieren und damit auch den Tunnelblickeffekt herstellen.

Der Einsatz dieses Hilfsmittels war für die Teilnehmer eine lehrreiche und interessante Erfahrung.

Es wurden Situationen trainiert, die normalerweise im normalen Training nicht üblich sind. Alle Teilnehmer haben intensiv mitgemacht. Der nächste derartige Lehrgang im nächsten Jahr ist von vielen  Teilnehmern schon vorgebucht.

 

Trainingsaufnahme Ju-Jutsu
Ju-Jutsu 28.06.2023

Ju Jutsu Kyu Prüfung mit Verstärkung

Da sich aus Reinbek nicht genügend Teilnehmer gefunden haben, sind aus dem SV Curslack-Neuengamme einige Ju-Jutsuka zur Verstärkung dazu gestoßen...

Ganz unbekannt waren sich die Prüflinge allerdings nicht, da vorher einige gemeinsame Trainingseinheiten absolviert worden sind. Dies war auch sinnvoll, da von der Größe und Gewicht der einzelnen Prüflinge doch erhebliche Unterschiede bestanden.

Doch auch die beiden jüngsten Teilnehmer aus Reinbek haben ihre Sache gut gemacht. Max Kammler und Linus Juranek aus unsere Gruppe haben nun ihre erste Prüfung zum 5. Kyu bestanden.

 

Trainingsaufnahme Ju-Jutsu

Fotos: Caspar Lohmeyer, Text: Thorsten Wießner

Ju-Jutsu 21.02.2023

Ju Jutsu Verteidigung gegen Messerangriffe

Keinen Stich sehen… Wie aus einer Redensart bitterer Ernst werden kann
Mark Harrer, Abteilungsleiter der Jiu-Jitsu-Abteilung des TSV Glinde lud zu einem Lehrgang mit unserem Sensei Sigi Sobolewski.

Das Thema lautete “ Messerbedrohungen /-angriffe“
Inhalt: „Verteidigung gegen Messerangriffe mit & ohne Hilfsmittel, Verteidigung bei Bedrohung mit dem Messer“

Unser Abteilungsleiter und Trainer Sigi schilderte nach einer kurzen Begrüßung durch Mark, wie die Begegnung mit einem Messer aussehen kann und welche Folgen davon nachbleiben können.

Nach Sigis Erhebungen kam es nur bei etwa 5% aller Messerangriffe zu lediglich einem Stich, bei den meisten kam es zu bis zu 20 Stichen. Hier ist also zu sehen, dass man auch als versierter Kampfsportler mit ernsthaften Verletzungen bis hin zum Tod rechnen muss. Deshalb wies Sigi immer wieder darauf hin, dass die Verteidigung nur das letzte Mittel sein dürfe - Geld könne man ersetzen.

Nach einer Verteidigung eines Danträgers mit einem zunächst reinweißen T-Shirt gegen einen, mit einem Stift “bewaffneten”, Angreifer sahen wir, dass, wenn die Angriffe mit einem Messer begangen worden wären, viele potentiell tödliche Verletzungen entstanden wären.

Um etwas besser aus einer solchen Situation heraus zu kommen, riet Sigi, Alltagsgegenstände als Distanz zum angreifenden Messer einzusetzen - im ersten Fall war es die Sporttasche - das ging schon um einiges besser als ohne solch ein Hilfsmittel. Hierzu eignet sich auch z.B. ein Regenschirm.

Während des folgenden Teils wies Sigi außerdem darauf hin, dass eine Abwehr auch von der Länge der Waffe abhänge - die Abwehr eines Teppichmessers ist anders als die Abwehr einer langen Stichwaffe.

Im letzten Teil ging es darum, einen aufgesetzten Messerangriff abzuwehren. Hier machte Sigi erneut deutlich, dass eine solche Abwehr mit aller Konsequenz erfolgen müsse.

Abgekämpft, voller Adrenalin und mit vielen neuen Eindrücken / blauen Flecken beendeten wir den Lehrgang nach 4 Stunden.

Porträt Siegmund "Sigi" Sobolewski
Ju-Jutsu 04.10.2022

Wir sind der Verein - Siegmund "Sigi" Sobolewski

Siegmund Sobolewski. Ein Trainer und Gründer mit Passion für seinen Sport.

Siegmund (bei allen als Sigi bekannt) Sobolewski ist nicht nur Trainer der Ju-Jutsu Abteilung, sondern zudem auch der Gründer dieser faszinierenden Abteilung.

Seit 2009 existiert die Ju-Jutsu Abteilung bei der TSV Reinbek und ab der Gründung ist Sigi auch der Abteilungsleiter und Trainer. Damals waren seine Kinder in der Karateabteilung aktiv und er hat immer mal wieder etwas aus dem Ju-Jutsu bei Veranstaltungen gezeigt. Viele waren begeistert von seinen Vorstellungen und die Nachfrage nach Ju-Jutsu wurde größer. Sigi war schon in anderen Vereinen oder auf vielen Lehrgängen aktiv als Trainer gewesen und sah seine Chance hier eine neue Gruppe aufzubauen. So wurde die Ju-Jutsu Abteilung am 01.01.2009 offiziell bei der TSV Reinbek eröffnet.

Für ihn als Trainer ist es sehr wichtig zu helfen, genau das macht ihm auch am meisten Spaß am Trainer sein. Er hat daher schon mit den unterschiedlichsten Gruppen gearbeitet – von Anfängern bis hin zu reinen Schwarzgurtträgern, bei Sicherheitskräften, in Ferienclubs und Frauenworkshops. Den Menschen Angst zu nehmen und Selbstvertrauen wieder zu geben, dass ist die Begeisterung die Sigi aufleben lässt. Der Sport selber macht ihm auch heute noch sehr viel Spaß, weil es ein unheimlich vielseitiges System ist und deshalb auch so universal anwendbar ist, wie er selber sagt.

In den 60er Jahren begann seine Leidenschaft für Kampfsportarten, als eine Kung Fu-Welle zu uns nach Deutschland kam. Mit 14 Jahren begann er mit Judo, welches gerade neu im Angebot war, immer mehr Kampfsportarten kamen dazu und 1969 begann er mit Ju-Jutsu. Mit Ju-Jutsu konnte er mehr anfangen, als mit Judo und deshalb blieb er auch bei Ju-Jutsu. Mittlerweile ist er Träger des 7. Dan Ju-Jutsu und auch Inhaber der Trainer-A-Lizenz Breitensport.

Er ist nicht nur Trainer, Gründer und Abteilungsleiter, sondern war auch schon in anderen Positionen tätig, z.B. Prüfungsreferent, Lehrwart und Landesvorsitzender in Hamburg. Zudem war er mehrere Jahre Bundespressewart beim Ju-Jutsu Bundesverband und hat in dieser Zeit das Ju-Jutsu-Journal entwickelt. Nach der Grenzöffnung hat er außerdem in Mecklenburg-Vorpommern das dortige Ju-Jutsu mit aufgebaut.

Für Sigi ist das Ju-Jutsu sehr vielseitig, bewegungsintensiv und ein effektives System. Die schönsten Erinnerungen hat er gesammelt, als er die vielen verschiedenen Gruppen aufgebaut hat. Zudem ist er immer wieder davon begeistert, wenn seine Schüler der Spur folgen und das auch nach außen zeigen.

Früher hat Sigi bei einer Krankenkasse gearbeitet. Er ist jetzt seit einigen Jahren Rentner, trotzdem ist er seinem Sport treu geblieben. Eine Zeitlang hat er mit seiner Frau gemeinsam getanzt, doch Ju-Jutsu war immer seine Heimat.

Wir freuen uns das Sigi den Weg in unseren Verein gefunden hat und unser Vereinsleben damit bereichert.

Trainingsaufnahme mit Stöckern 2020
Ju-Jutsu 04.03.2020

TSV Reinbek von A-Z: Ju-Jutsu

Die flexible Kunst.

Das ist die deutsche Übersetzung der japanischen Bezeichnung „Ju-Jutsu“.

Ich, Jeanine (FSJlerin der TSV Reinbek), habe den Reinbeker JJ-ka einen Besuch beim Training abgestattet.
Ju-Jutsu ist, wie der Trainer Sigmund Sobolewski (7. Dan) mir erzählte, eine vielseitige Form der Verteidigung, die sich an jede Situation anpassen lässt. Zudem sollte die Verteidigung immer der Härte des Angriffs entsprechen. Außerdem kann jeder individuell je nach Vorlieben und körperlichen Voraussetzungen Techniken kombinieren. Auch das Training lässt sich dementsprechend auf verschiedene Zielgruppen zuschneiden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Frauenselbstverteidigungskurs, welchen die Ju-Jutsu Abteilung erst vor 2 Wochen angeboten hat.
Dieses breite Spektrum der Verteidigungsmöglichkeiten entsteht durch die vielen verschiedenen Elemente anderer Kampfsportarten, welche im Ju-Jutsu zusammengeführt wurden. Von Schlag- und Tritttechniken über Bodenkampf bis hin zu Hebel- und Wurftechniken ist nahezu alles dabei.
In der Ju-Jutsu Gruppe der TSV Reinbek liegt der Trainingsschwerpunkt auf Selbstverteidigung.
Die verschiedenen Graduierungen werden mittels verschiedener Gürtelfarben kenntlich gemacht. Bei den höheren Graduierungen kommt nach und nach auch das Verteidigen und Abnehmen von Waffen (z.B. Stöcker oder Messer) hinzu.

Ein Begrüßungsritual leitet das Training ein. Die Schüler verbeugen sich vor dem Lehrer. Auch unter den Schülern wird sich zu Beginn und am Ende eines Kampfes voreinander verneigt. Auf diese Weise wird dem Gegenüber Respekt erwiesen.
Anschließend erfolgt die Erwärmung, welche aus einer Lauf-Kampftechnik Kombination besteht. Auf Kommando des Lehrers wird das Laufen unterbrochen und die jeweilige Technik durchgeführt.
Momentan befinden sich die Schüler von Sigmund Sobolewski in der Vorbereitungsphase für die Prüfung im Mai. Mit Bestehen dieser Prüfung steigen die Schüler jeweils einen Grad auf. Beispielsweise vom Braun- zum Schwarzgurt.

Du willst mehr über diese Sportart erfahren und Praxiserfahrungen sammeln? Dann komm` doch mal zum Schnuppern vorbei.

Kontakt
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Turn- und Sportvereinigung Reinbek von 1892 e.V.
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21465 Reinbek

040 - 40 11 326-0
info@tsv-reinbek.de

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